Weil es beim Sex nie nur um die Befriedigung eines Triebes geht. Oder er schnell mal zum Druckabbau dient. Genauso ist auch die Entladung in einem Orgasmus nicht die Krönung.

Es sind nie nur zwei Körper, die sich miteinander vereinigen. Es ist nie nur ein Spiel, das ihr zusammen spielt. Und – es ist auch nie nur ein Gefallen, den du für deinen Partner/deine Partnerin tust, damit vielleicht der Haussegen nicht schief hängt…

Sex ist etwas, in das du dich mit all deinem Sein hinein gibst. Vor allem, wenn du eine Frau bist.
DU GEWÄHRST EINEM ANDEREN MENSCHEN EINTRITT IN DEINEN KÖRPER. (Lies das gerne nochmal.) Ihr vereinigt euch nicht nur physisch, sondern auch auf Nervensystem- und Energieebene miteinander.

Lange nach der körperlichen Vereinigung erinnert sich ein subtiler Abdruck in deinem Innern immer noch daran. Dieser Abdruck, diese KÖRPERLICHE ERINNERUNG entscheidet darüber, ob der Sex, den du hattest, als eine „gute“ oder „schlechte“ Erfahrung abgespeichert wird.

Je mehr „schlechte“ und je weniger „gute“ Erfahrungen du abspeicherst, desto weniger wird dein Körper Lust auf Sex haben. Das ist pure Körperintelligenz und Überlebensschutz.
Wenn du nun in einer festen Partnerschaft bist, bedeutet das, dass dein Kopf dir Gründe liefern wird, warum du trotzdem Sex mit deinem Partner/deiner Partnerin haben solltest. Oder sogar musst.
Und gleichzeitig wirst du immer öfter Argumente und Ausreden finden, warum du es doch nicht tun kannst. Egal, wie du dich entscheidest, es wird immer wieder ein unangenehmer innerer Zustand, geprägt von Zerrissenheit, sein. Und vielleicht sogar von Selbstvorwurf, Scham und Schuld…

Wenn du an solch einem Punkt in deinem Leben stehst, egal ob als Frau oder Mann, wende dich deinem Sex zu. Schau hin und spür hin. Denn Sex, ob erfüllend oder nicht, hat eine enorme Wirkung – auf dich, dein Wohlbefinden und auf deine Beziehung. 
Hinterfrage, was es grundsätzlich für dich braucht, damit du dich FÜR den Sex entscheiden kannst und ihn willst? Wie müsste dieser Sex sein?
Und dann erforsche auch, woran es liegt, dass der Sex in deiner Partnerschaft, gerade nicht so ist, wie du ihn brauchen und dir wünschen würdest. 

Nimm deinen Partner/deine Partnerin dabei mit auf die Reise. Dann kann euch das gemeinsame Erforschen, Hinterfragen und Neugestalten mehr verbinden als trennen. 
Fragt euch auch, was der/die andere braucht?

Denn letztendlich geht es darum, eure Bedürfnisse miteinander zu kombinieren, so dass daraus ein gemeinsamer freudvoller Tanz wird, auf den beide Lust haben.